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Dezember 2014

Athleten für Studie gesucht

Dr. Mathias Steinach, der in 2015 zum zweiten Mal beim MYAU dabei sein wird, sucht noch 430-Meilen-Teilnehmer, die gerne bei seiner Studie mitmachen möchten. Mathias arbeitet für das renommierte Zentrum für Weltraummedizin an der Charité Berlin. Schon in 2013 war er beim Rennen dabei und konnte viele Daten sammeln. Mit seiner Rückkehr kann er noch mehr Daten erfassen. So hat er ein noch besseres Fundament für Auswertung und Interpretation. Teilnehmer der Studie helfen Mathias dabei, die Auswirkungen einer extremen Anstrengung auf den menschlichen Körper besser zu verstehen. Gleichzeitig bekommen die Teilnehmer einen Einblick in ihre Daten und Input, der für zukünftige Rennen sehr wertvoll sein kann.

Die Durchführung der Studie vor zwei Jahren hat hervorragend funktioniert. Mathias konnte seine Daten sammeln, ohne den Rhythmus der Athletinnen und Athleten zu unterbrechen. Es sucht noch vier Freiwillige Starter über die 430 Meilen, die nächstes Jahr an der Untersuchung teilnehmen möchten. Bei Interesse schick mir bitte eine kurze Email (info@thegreatoutdoors.de) und ich schicke dir eine Pdf-Datei mit detaillierten Infos.

Ärztliche Erklärung

Ich möchte kurz alle Teilnehmer erinnern, die ärztliche Erklärung nicht zu vergessen. Das ist das Formular in den Anmeldeunterlagen, das ein Arzt unterschreiben muss. Ein Start ohne dieses ausgefüllte und unterschriebene Formular ist nicht möglich. Man kann zwar noch versuchen, diese Angelegenheit vor Ort zu erledigen. So kurz vor dem Rennen wird das aber sehr stressig und kann auch  teuer werden.

Anmeldeformulare

Damit wir in Whitehorse weniger Zeit mit Unterlagenbearbeitung verbringen müssen, bitte ich alle Teilnehmer aus Europa, mir die Originale ALLER Anmeldeunterlagen (inkl. Seite 1 bis 4) per Post an meine Adresse in Garmisch-Partenkirchen zu schicken:

Robert Pollhammer
Rathausplatz 14
82467 Garmisch-Partenkirchen

Bitte mach vorher noch eine Kopie und nimm diese Kopie mit nach Kanada. Man weiß ja nie.

All Athleten, die nicht in Europa wohnen, können die Unterlagen in Whitehorse abgeben.

Trainingskurs

Bisher haben wir nur sehr wenig Anmeldungen zum Trainingskurs. Deshalb möchte ich daran erinnern, dass der Kurs für Teilnehmer Pflicht ist, die noch keine Erfahrung mit extremer Kälte haben. Wenn du schon bei – 20 Grad oder kälter draußen länger unterwegs warst, z.B. beim Winter-Camping oder einer Tour in Skandinavien, ist das super. Falls du keine Kälteerfahrung hast, melde dich bitte bis 1. Januar per Email zum Trainingskurs an. Denn ich muss das Hotel über den Raumbedarf und das Catering über die Anzahl Teilnehmer informieren.

MYAU Dokumentation im japanischen Fernsehen

Beim MYAU 2015 wird die Japan Broadcasting Corp. (N.H.K.) einen 100-Minuten Dokumentarfilm drehen. Dieser wird Teil einer Serie, die auch weitere, tolle Rennen beinhalten wird.

Um 100 Minuten Film zu füllen, muss man interessante Geschichten erzählen. Deshalb möchte das Produktionsteam schon vor dem Rennen möglichst viele Teilnehmer kennenlernen. Wenn du ein paar Minuten Zeit hast, schicke bitte eine kurze Antwort in englischer Sprache auf die Fragen unterhalb an info@thegreatoutdoors.de. Ich leite das dann an das Produktionsteam weiter:

Your Name:

Contact (email) if it is okay for them to contact you:

MYAU experience (past participation):

1) Please tell us about your personal aim in the race?

2) What motivates you to this extreme race?

3) What do your family or friends say about your participation?

4) During the most difficult situation or challenging part, what would emotionally support you to keep going?

Fotografie beim Rennen

Unseren Rennfotografen habe ich ja bereits kurz vorgestellt. Yann Besrest-Butler ist sein Name. Er wird so oft es geht auf der Strecke sein und hoffentlich jede Teilnehmerin und jeden Teilnehmer mindestens einmal vor die Linse bekommen. Yanns Bilder können dann nach dem MYAU gekauft werden. Ein einzelnes Bild kostet GBP 25,00 und 5 Bilder kosten GBP 100,00. Das ist natürlich nur ein Angebot. Du kannst jederzeit Helfer, Guides und auch andere Teilnehmer bitten, ein Foto von dir zu machen.

Wenn du einen Eindruck von Yanns Arbeit bekommen möchtest, schau die bitte seine Website www.yannbb.com an.

Primus ist jetzt offizieller Brennstoff-Lieferant für den MYAU

Das schwedische Unternehmen Primus macht seit 1892 Outdoor-Produkte. Diese waren schon bei Expeditionen von Pionieren wie Fridtjof Nansen, Roald Amundsen und Sir Edmund Hillary im Einsatz. Primus ist bekannt für zuverlässige, sichere und innovative Produkte mit denen jedes Outdoor-Abenteuer Spaß macht. Der Fokus liegt dabei auf umweltfreundlichen und leichten Lösungen. Primus Marketing Manager Johan Sollenberg sagt: „Der MYAU ist extrem anspruchsvoll und herausfordernd. Genau dort fühlt Primus sich wohl.“

Kostenlose Gaskartuschen und Kocherbenzin

Natürlich bin ich sehr glücklich, dass eine so bekannte Firma unser Rennen unterstützt. Als offizieller Brennstoff-Lieferant wird Primus unsere Teilnehmer mit kostenlosen Gaskartuschen und Kocherbenzin versorgen. Gaskartuschen? Ja, richtig gehört! Diesen Winter bringen die Schweden ein neuartiges Wintergas auf den Markt. Dessen Geheimnis ist das Vapor Mesh, ein spezielles saugfähiges Papier auf der Innenseite der LPG Kartusche. Es vergrößert die Oberfläche, von der das Flüssiggas verdampfen kann und eignet sich so für niedrigere Temperaturen. Primus WinterGas funktioniert zuverlässig bis –20° Celsius, konventionelle Kartuschen in der Regel nur bis –12° Celsius. Für den MYAU werden Gaskocher zwar nicht empfohlen, aber es gibt immer wieder Teilnehmer, die es doch versuchen und auch gut damit über die Runden kommen. Mit dem WinterGas wird der Temperaturbereich für Gaskocher deutlich erweitert und so können die Teilnehmer zukünftig noch öfter Schnee schmelzen oder eine Mahlzeit zubereiten, ohne dass die Ausrüstung streikt.

Kocher können gemietet werden

Ein weiterer Service, den wir Dank Primus anbieten können, ist die Vermietung von Kochern. Es ist schon eine ziemliche Aufwand einen Benzinkocher und Benzinflaschen so zu reinigen, dass diese nicht mehr nach Benzin riechen. Gelingt es nicht perfekt, kann es vorkommen, dass die Flughafenkontrolle den Kocher beschlagnahmt. Wenn man also keinen Kocher kaufen muss, hat man mit Reinigung und Transport keinen Ärger. Zudem spart man Platz und Gewicht im Gepäck. Wer den Kocher eigentlich nur für das Rennen braucht, spart auch Geld. Wir vermieten den Primus OmniLite Ti. Der ist leicht und hat seine Expeditionstauglichkeit mehr als bewiesen. Das Mietpaket beinhaltet dazu noch einen Primus Eta pot 1.0 l und ein Primus Powerlighter Feuerzeug. Der empfohlene Verkaufspreis dieser Produkte liegt zusammen bei EUR 284,85 (Kocher = EUR 229,95 / Topf = EUR 24,95 / Feuerzeug = EUR 19,95). Die Mietgebühr liegt bei EUR 99,95. Wenn du Interesse an diesem Angebot hast, schick mir bitte eine Email an info@thegreatoutdoors.de.

Primus OmniLite Ti

Die Ausgabe der Mietkocher, der Kartuschen und des Benzins erfolgt im Coast High Country Inn am 05. Februar von 17:00 bis 18:00 Uhr. Wer zu diesem Zeitpunkt noch nicht da ist, kann die Sachen am 07. Februar beim allgemeinen Ausrüstungscheck abholen. Von 11:30 bis 14:00, ebenfalls im Coast High Country Inn. Auch beim Trainingskurs kann ich Brennstoff und Kocher ausgeben.

Wenn du mehr über Primus und deren Produkte erfahren möchtest, schau dich bitte auf www.primus.eu um.

SPOTs beim MYAU 2015

Auch in 2015 werden wir mit SPOT-Geräten arbeiten. Wie das mit Technologie oft so ist, gibt es dabei Vor- und Nachteile. Insgesamt überwiegen jedoch für uns die Vorteile. Der Hauptgrund für den Einsatz von SPOT ist der sog. „911“-Knopf. Bisher kam dieser bei uns nur einmal zum Einsatz. 911 bedeutet eine absolut und unmittelbar lebensbedrohliche Situation. Das  wiederum heißt, dass der Knopf ansonsten auf KEINEN FALL gedrückt werden darf. Alle Teilnehmer müssen wissen, dass bei einer 911-Rettung, welche von den lokalen Behörden organisiert und durchgeführt wird, erhebliche Kosten entstehen können. Diese müssen vom geretteten Teilnehmer bzw. dessen Versicherung bezahlt werden. Offensichtlich spielt das, in einer Situation bei der es tatsächlich um Leben oder Tod geht, keine große Rolle. Wenn du aber lediglich erschöpft bist, zunächst die Orientierung verloren hast oder sonst irgendein Problem hast, das sich evtl. mit einer guten Rast lösen lässt, solltest du das SPOT nicht benutzen. Hilft ein erholsamer Schlaf nicht, oder du hast eine Verletzung, die einen Abtransport mit einem Schneemobil zulässt, kannst du den „Help“-Knopf drücken. Dieser ist ein Signal für uns, dass wir dir helfen müssen. Du signalisierst uns damit, dass du dein Rennen beenden möchtest, aber keine lebensbedrohliche Situation vorliegt.

Zu den Nachteilen von SPOT gehört, dass Athleten schon den „Help“-Knopf gedrückt haben, obwohl sie eigentlich ohne fremde Hilfe ausgekommen wären. In einigen Fällen wäre die richtige Lösung eine gute Rast und dann z.B. eine Rückkehr zum letzten Checkpoint gewesen. Aber, wenn ein selbständiges Weiterkommen, z.B. aufgrund stark schmerzender Knie nicht möglich ist, helfen wir natürlich gerne. Es ist lediglich wichtig, unnötige Evakuierungen zu vermeiden, damit die Ressourcen für wirklich notwendige Einsätze zur Verfügung stehen.

Ein weiterer Nachteil ist, dass Technologie natürlich versagen kann. Sehr oft ist das bei SPOT der Fall, wenn das Gerät nicht richtig positioniert ist, oder nicht korrekt bedient wird. Aber es ist auch möglich, dass das Gerät schlicht nicht mehr funktioniert. In den meisten Fällen wissen wir trotzdem, wo die Teilnehmer sind und wie es ihnen geht. Denn wir kommunizieren regelmäßig mit den Checkpoints und haben unsere Guides auf dem Trail.

Für das Rennen 2015 beträgt die Mietgebühr (Tracking Service und Set-Up inkl.) EUR 50/Gerät. Wenn du dein eigenes SPOT mitbringst, wird für den Set-up in unserem System eine Gebühr von EUR 20 berechnet. Alle Teilnehmer, die ihr eigenes SPOT mitbringen und mich dazu noch nicht informiert haben, geben mir bitte bis 15. Dezember Bescheid. Wenn ich bis dahin keine Nachricht erhalten habe, gehe ich davon aus, dass du ein Mietgerät benötigst.

Für die 100 Meilen bleibt es voraussichtlich dabei, dass die Benutzung eines SPOT nicht verpflichtend ist. Die endgültige Entscheidung fällt diese Woche. Problem ist hauptsächlich die mangelnde Verfügbarkeit von ausreichend Mietgeräten. Gleichzeitig ist das Teilnehmerfeld noch sehr kompakt und wir haben häufiger Kontakt mit den Athleten. Wer natürlich für die 100 Meilen ein SPOT mieten möchte oder ein eigenes Gerät bringen will, kann das tun. Bitte nur um entsprechende Info.

Evakuierungen und Rettungsaktionen

Hier möchte ich nur kurz erklären, dass Evakuierungen und Rettungsaktionen im Yukon oft anders ablaufen, als man das bei uns gewohnt ist. In erster Linie bedeutet das: es dauert länger. Wenn wir eine „Help“-Message bekommen, oder ein Checkpoint wie Dog Grave Lake oder Ken Lake einen Transport für einen Athleten anfordert, wird nach Dringlichkeit priorisiert. Bekommen wir zeitgleich mehrere Anfragen, wird die wichtigste zuerst erledigt. Für einen weniger dringlichen Fall kann das dann zu langen Wartezeiten führen. Außerdem spielen Uhrzeit und Temperatur eine Rolle. In der Regel vermeiden Einsätze in der Nacht. Wenn du also nachts den „Help“-Knopf drückst, kommt im Normalfall erst in den Morgenstunden Unterstützung. Zum einen brauchen auch die Guide Ruhephasen und zum anderen ist nachts das Unfallrisiko weitaus größer. Mit Scroggie Creek gibt es zudem einen Checkpoint, der für eine Evakuierung per Schneemobil in der Regel nicht mehr infrage kommt. Hier wird dann ein Flugzeug benutzt. Und leider müssen die Kosten dafür vom Teilnehmer getragen werden.

Doch selbst bei lebensbedrohlichen Situationen und Benutzung des „911“-Knopfs kann es Stunden dauern, bis Hilfe kommt. In bestimmten Temperaturbereichen ist es sogar ausgeschlossen, dass Rettungskräfte sich auf den Weg machen. Denn Schneemobile oder Helikopter würden nicht funktionieren. Die Retter würden mit hoher Wahrscheinlichkeit selbst in eine lebensbedrohliche Lage kommen. Deshalb sind Pflichtausrüstung und extra Verpflegung so wichtig. Zudem sollte sich jeder Teilnehmer intensiv mit Wilderness Survival auseinandersetzen und sich überlegen, wie er/sie sich in den jeweiligen Notfallszenarien verhalten würde. Das Bewahren von Ruhe und ein kluger Umgang mit den Ressourcen stehen sicher ganz oben auf der Prioritätenliste.