Regeln

Aufgrund der Gefahren des Montane Yukon Arctic Ultra ist es besonders wichtig, dass du die Regeln vorsichtig liest und befolgst. Du musst Dir über die Risiken im Klaren sein und dich entsprechend verhalten. Du nimmst auf eigene Gefahr teil!

Regeln können sicherlich einige Probleme vermeiden. Aber es liegt in deiner Verantwortung, die Warnungen ernst zu nehmen und dich gewissenhaft auf diese große Herausforderung vorzubereiten.

Die Regeln (letztes Update 12.03.16):

1.
Jeder Teilnehmer muss die Erklärung zum Haftungsausschluss unterschreiben

2.
Jeder Teilnehmer muss über Kenntnisse der englischen Sprache verfügen – ausreichend, um einem Briefing in Englisch folgen zu können und die englischen Informationen des Anmeldeformulars zu verstehen.

3.
Die Art der Fortbewegung (Laufen, Skilanglauf, Mountainbike) ist über die gesamte Distanz beizubehalten.

4.
Die Teilnehmer müssen sich an jedem Checkpoint an- und abmelden. Achtung: Dies hat keine Bedeutung für die Gesamtzeit. Wir starten die Zeitnahme in Whitehorse/Pelly Crossing (200 Meilen-Strecke) und stoppen die Uhr, wenn der Teilnehmer das Ziel erreicht. Die Zeit, die am Checkpoint verbracht wird fließt somit zu 100% in die Gesamtzeit ein.

5.
Teilnehmer, die am ersten Checkpoint verschwitzt und/oder erschöpft ankommen, müssen eine 4-stündige Pflichtpause im Freien einlegen. Die Entscheidung trifft der Renndirektor oder ein Mitglied des Orga-Teams bzw. Helfer.

6.
Keine fremde Hilfe bei der Fortbewegung während des Rennens.

7.
Es ist die Verantwortung der Teilnehmer, mit der richtigen Ausrüstung für eine sichere Teilnahme zum Rennen zu kommen. Dies betrifft insbesondere Kocher, Verpflegung, Getränke, Schlafsystem, Lichtsystem und (Ersatz-) Kleidung für alle Wetterbedingungen.

Folgende Ausrüstung für die 100 und 300 Meilen ist Pflicht:

  • Stirnlampe
  • Ersatzbatterien
  • Sturmfeuerzeug
  • Zündhölzer in wasserdichtem Behälter
  • Brandbeschleuniger
  • Schlafmatte
  • Schlafsack mit Extrem Zone -45 Grad Celsius oder kälter (nach Norm EN 13537
  • Biwaksack
  • Expeditions-Daunenjacke mit mindestens 400 g Daunenfüllung (Größe L)
  • Signalpfeife
  • Kompass
  • Persönliches Erste Hilfe Set inkl. Blasenpflaster, Rettungsdecke, Chemische „Heat Pads“, Medizin gegen Übelkeit, Medizin gegen Durchfall, Vaseline o.ä. Desinfektionsmittel, Pflaster
  • Kocher und Benzin zum Schmelzen von Schnee u. Zubereitung von Mahlzeiten
  • Topf, Tasse, Schüssel und Löffel
  • Ausreichend Notfall-Nahrung für 48 Stunden
  • Kleine Säge

Folgende Ausrüstung für die 200 und 430 Meilen ist Pflicht (wie oberhalb plus):

  • GPS
  • Steigeisen zum Laufen oder ähnliches Produkt
  • Lawinenschaufel
  • Satelliten-Telefone sind keine Pflichtausrüstung für die 200 und 430 Meilen, werden jedoch allen Teilnehmern stark empfohlen

Athleten, die wichtige Ausrüstung (z.B. warme Bekleidung, Handschuhe, Thermoskanne) an einem Checkpoint vergessen, bekommen pro Ausrüstungsgegenstand eine Zeitstrafe von 6 Stunden. Wird Pflichtausrüstung vergessen, so kann die Strafzeit bis zu 12 Stunden betragen oder sogar eine Disqualifikation zur Folge haben. Das gilt auch für Ausrüstung, die auf der Strecke verloren wird.

8.
Die Teilnehmer müssen ihre Ausrüstung während des ganzen Rennens bei sich haben. Ausrüstung, die nicht zur Pflicht-Ausrüstung zählt, kann in Proviant-Taschen deponiert werden (siehe Regel 11).

9.
Kein Müll auf dem Trail! Die Teilnehmer dürfen nichts auf der Strecke zurücklassen - weder Müll, noch Ausrüstung, noch sonst irgendetwas. Die Teilnehmer müssen alle ihre Lebensmittel mit der Startnummer beschriften. Wird diese Regel nicht eingehalten, hat es eine Disqualifikation zur Folge. Eine Überprüfung der Ausrüstung bzw. der Lebensmittel ist jederzeit während des Rennens möglich.

10.
Die Rennleitung hat das Recht, Teilnehmer jederzeit zu disqualifizieren. Mögliche Gründe können sein: gesundheitlicher Zustand, schlechte oder unzureichende Ausrüstung, Hinterlassen von Müll auf dem Trail, sonstige Regelverstöße.

11.
Proviant (sog. "Drop Bags") während des Rennens: Die Teilnehmer des 300 und 430-Meilen-Rennens haben die Möglichkeit, der Rennleitung vor dem Rennen Taschen mit Proviant zu übergeben. Für die Teilnehmer der 300 Meilen geht je eine der 3 erlaubten Taschen nach Braeburn, Carmacks und Pelly Crossing. Die 4 erlaubten Taschen für die 430 Meilen gehen nach Braeburn, Carmacks, Pelly Farm und Dawson City. 200-Meilen-Starter können eine Tasche für das Finish abgeben. Keine Tasche sollte mehr als 8 kg wiegen. Die Fahrzeuge, die die Teilnehmer zurück nach Whitehorse bringen, werden die Taschen nach dem Rennen aufsammeln. So können diese an die Teilnehmer zurückgegeben werden.

Die Drop Bags können nach dem Pre-Race Dinner und bis spätestens 22:30 Uhr (in demselben Raum) abgegeben werden. Alle Taschen müssen deutlich mit dem Namen, der Startnummer und dem jeweiligen Checkpoint beschriftet werden.

12.
Zeitlimits:

Die Teilnehmer des 100-Meilen-Rennens müssen das Ziel in Braeburn innerhalb von 3 Tagen (72 Stunden) erreichen.

Die Teilnehmer des 200-Meilen-Rennens müssen Dawson City innerhalb von 6 Tagen (144 Stunden) erreichen.

Die Teilnehmer des 300-Meilen-Rennens müssen Carmacks innerhalb von 4 Tagen und 12 Stunden erreichen. Das Ziel, Pelly Crossing, muss innerhalb von 8 Tagen (192 Stunden) erreicht werden.

Die Teilnehmer der 430 Meilen müssen Dawson innerhalb von 13 Tagen (312 Stunden) erreichen. Die Zeitlimits der 300 Meilen gelten für sie ebenfalls.

Teilnehmer, die das Ziel nicht rechtzeitig erreichen, werden evakuiert. Hierdurch verursachte zusätzliche Kosten werden den jeweiligen Teilnehmern in Rechnung gestellt.

13.
Wenn es gefahrenfrei ist, dass wir einen Teilnehmer mit dem Schneemobil evakuieren, werden wir dies tun. Eine Evakuierung durch uns kostet CAD 150. Ist eine Evakuierung durch Spezialisten erforderlich, egal mit welchem Transportmittel und ab welcher Stelle, übernimmt der Teilnehmer alle entstehenden Kosten.

14.
Teilnehmer müssen eine Versicherung haben, die Evakuierungen durch die örtlichen Behörden bezahlt. Die Versicherung muss zudem sämtliche Folgekosten, wie den weiteren Transport, ärztliche Behandlungen und Krankenhausaufenthalte, übernehmen. Jeder Teilnehmer muss spätestens am Vortag des Rennstarts nachweisen, dass er über diesen Versicherungsschutz verfügt. Kann der Teilnehmer eine solche Versicherung nicht nachweisen, ist ein Start beim Montane Yukon Arctic Ultra nicht möglich. Zur Rückerstattung der Teilnahmegebühren gelten die Fristen, die im Anmeldeformular (Seite 5) genannt sind.

15.
Es gibt lokale medizinische Berater für unser Rennen. Sollten die Bedingungen lebensbedrohlich werden, z.B. aufgrund von anhaltenden Schneestürmen oder extremer Kälte, können die medizinischen Berater jederzeit eine Rennunterbrechung veranlassen. Die Teilnehmer müssen dann am nächstgelegenen Checkpoint stoppen. Sollte das Rennen endgültig abgebrochen werden, oder ein Teilnehmer aufgrund eines Rückfluges das Rennen beenden müssen, behandeln wir diese wie eine Evakuierung.

16.
Benutzung von Straßen und Wegen:

Auch auf Straßen und Wegen gelten die Regeln der Nutzung öffentlicher Verkehrswege, d.h. rechts bleiben, links und rechts schauen vor dem Überqueren einer Kreuzung, etc. Die Teilnehmer werden gebeten Fahrzeugen und Hundeschlittenteams Vorfahrt zu gewähren. Außerdem ist es wichtig, dass die Teilnehmer bei einem Stopp für Verpflegung, Reparaturen, o.ä. den Trail verlassen. 

Teilnehmer, die den Trail verlassen, um Teilstrecken auf der Straße zurückzulegen, werden umgehend disqualifiziert.

17.
Flugzeuglandeplätze:

Den Teilnehmern ist das Betreten der Flugzeuglandeplätze für Pausen, zum Campieren oder für sonstige Zwecke verboten. Diese Plätze sind aufgrund von Markierungen in der Regel klar erkennbar.

18.
Campieren zwischen den Checkpoints:

Falls ein Teilnehmer weiß, dass er zwischen zwei Checkpoints campieren wird, muss er dies beim Verlassen eines Checkpoints ankündigen. Wichtig: nicht auf dem Trail schlafen. Am besten ist ein Platz ein paar Meter vom Trail entfernt. Dieser sollte leicht einsehbar und markiert sein, so dass unsere Guides und andere Teilnehmer die Schlafstelle leicht erkennen können. Andernfalls besteht die Gefahr, von anderen Nutzern der Trails überfahren zu werden.

Teilnehmer, die campieren und evakuiert werden wollen, befestigen bitte unser Notfall-Band (wird vor dem Rennstart ausgehändigt) deutlich sichtbar an ihren Trekking-Stöcken oder Baum/Ästen in unmittelbarer Nähe zum Schlafplatz. Unsere Guides halten dann an und können euch, falls erforderlich, aufwecken.

19.
Teams müssen Checkpoints gemeinsam erreichen und das Rennen gemeinsam und gleichzeitig beenden. Sollten einzelne Mitglieder des Teams aufgeben müssen, werden die verbleibenden Teilnehmer als Einzelstarter gewertet.

20.
Nur erfahrene Winterathleten werden für die Ultradistanzen zugelassen. Sollte es für einen Teilnehmer der erste Winterultra sein, so muss er der Rennleitung glaubhaft erklären können, warum Fitness und Können für die Bewältigung der Strecke ausreichen, z.B. Erfahrung als Extrembergsteiger, Tourengeher, etc. (bitte schon in der Anmeldung auf diese Erfahrung hinweisen). Bei Startern ohne vorherige Erfahrung mit extremer Kälte, ist die Teilnahme am MYAU Trainingskurs Pflicht. Hier werden grundlegende Überlebenskenntnisse übermittelt.

21.
Medizinische Informationen:

Die Teilnehmer müssen der Rennleitung eine Bescheinigung eines Arztes vorlegen, dass die persönliche Fitness die Teilnahme an einem solch extremen Rennen zulässt. Zudem erhält jeder Teilnehmer nach der Anmeldung einen medizinischen Fragebogen, der unbedingt auszufüllen ist. 

22.
Verpflegung:

Wir geben an jedem Checkpoint genau 1 Mahlzeit aus. Einzige Ausnahme ist Dog Grave Lake. Hier müssen die Teilnehmer ihre eigene Expeditionsmahlzeit mitnehmen (= Mahlzeit, die zur Zubereitung nur die Zugabe von kochendem Wasser benötigt). Diese kann der Teilnehmer bei Ankunft oder vor dem Verlassen des Checkpoints erhalten. Die Ausgabe von 2 oder mehr Mahlzeiten ist nicht möglich. Athleten dürfen unsere Guides auf dem Trail nicht nach Mahlzeiten fragen. Einzige Ausnahme: ein Notfall. Die Teilnehmer müssen auf dem Trail ausreichend Verpflegung für Notfälle haben, mindestens ausreichend für 2 Tage! Wir empfehlen jedoch noch zusätzliche Mahlzeiten für den Trail und die Checkpoints. Denn die Erfahrung hat gezeigt, dass der Körper eines Athleten mehr Energie verbraucht, als unsere Mahlzeit am Checkpoint liefern kann. Außerdem konnten wir beobachten, dass Teilnehmern das Essen auf dem Trail ausging. Dies ist ein Grund für eine Disqualifikation.

An Checkpoints mit Restaurants und/oder Supermärkten können die Teilnehmer jederzeit Verpflegung kaufen.

23.
Teilnehmer der Kategorie MTB müssen mechanische Probleme selbst lösen. Sollte Hilfe von Dritten an einem Checkpoint erforderlich sein, werden wir versuchen, diese Hilfe zu organisieren. Wartezeit, die dadurch anfällt, wird nicht gutgeschrieben. Zusätzlich sind Zeitstrafen möglich. Die Höhe der Zeitstrafe hängt von der geleisteten Unterstützung ab.

trackleaders.com Logo

News

  • 19 Februar 2017
    Our final video from the MYAU 2017

Wetter

Video

sponsors

  • coast_country_inn.png
  • coast_mountain_sports.png
  • DF-Logo-White.png
  • downtown_hotel.jpg
  • TOTALNORTHlogo.gif
  • yukn.png
  • yukon-yamaha.png