Wissenschaftliche Studie der UAF

Das Institute of Arctic Biology der University of Alaska Fairbanks (UAF) plant die Durchführung einer Studie beim MYAU 2015. Dr. Robert Coker, Professor an der UAF, hat über 15 Jahre Erfahrung bei der Untersuchung der Auswirkung verschiedener physiologischer Szenarien auf den Metabolismus. Dr. Robert Coker arbeitet dabei eng mit Dr. Steinach von Zentrum für Weltraummedizin der Charité zusammen.

Während Dr. Steinach schon zum zweiten Mal dabei ist und einen Fokus auf die 430-Meilen-Teilnehmer und speziell die Läufer/-innen hat, möchte Dr. Coker auch die 100-Meilen-Starter untersuchen und dies auch über alle Disziplinen. Die Infos zu Dr. Cokers Studie habe ich leider nur in Englisch. Für die Athleten ist eine Teilnahme sehr interessant, da die Ergebnisse wertvollen Input für eine Analyse der Leistung beim MYAU und für zukünftige Abenteuer liefert. Athleten, die interessiert sind, schicken bitte eine Email an Dr. Coker (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Neuigkeiten zu den Streckenbedingungen

Noch vor einigen Tagen hat es so ausgesehen, als müssten wir den Startort vielleicht wieder verlegen. Insgesamt war die Strecke aufgrund des relativ warmen Wetters und Schneemangels nicht in bestem Zustand. Besonders auf den Flüssen. Doch jetzt sieht es schon viel besser aus. Ein Start in Whitehorse wird immer wahrscheinlicher. Die gegenwärtige Kälte und der Neuschnee haben dem Trail sehr gut getan. Trotzdem kann es auf den Flüssen noch etwas holprig sein. Und der sog. „Overflow“ könnte an mehr Stellen als sonst für Probleme sorgen. Deshalb empfehle ich allen Athleten, sich sehr gut auf „Overflow-Situationen“ vorzubereiten. Trockene Ersatzkleidung, Feuerstarter/Feuerzeug/Streichhölzer wasserdicht verpackt und an verschiedenen Orten verstaut, gehören dazu. Ebenso die nötige Vorsicht. Wenn die Crew an einen „Overflow“ kommt und eine Umgehung möglich ist, markieren wir entsprechend. Das Problem dabei ist, dass diese Stellen sehr unberechenbar sind. Während ein Athlet noch Probleme haben kann, ist der gleiche Streckenabschnitt ein paar Stunden später vielleicht schon wieder leicht passierbar. Und umgekehrt.

Außerdem kann es immer Neuschnee geben. Das macht uns das Leben nicht leichter. Wenn der Schnee es schwierig oder unmöglich macht, dem Trail zu folgen, ist die Empfehlung eindeutig: Warten! Warten bis andere Teilnehmer kommen und man gemeinsam eine vernünftige Entscheidung trifft, oder Warten, bis unsere Crew kommt und den Trail wieder sichtbar macht. Natürlich zehrt es an den Nerven, wenn man zu einem ungeplanten Stopp gezwungen wird. Auf keinen Fall sollte der „Help-Knopf“ am SPOT gedrückt werden. Denn für uns ist das ein Signal, dass der Teilnehmer aufgeben will. Also, in jedem Fall besser auf Crew warten. Wir sind uns des Problems bewusst und versuchen, möglichst schnell die Strecken zu befahren. Wenn du Schneeschuhe hast, nimm diese in jedem Fall mit. Sagt der Wetterbericht keinen Neuschnee voraus, kannst du die Schneeschuhe immer noch im Hotel lassen, oder ein einem „Drop Bag“ deponieren.

Das Schlafsystem verbessern

Die Wetterveränderung erinnert uns daran, dass es wirklich sehr kalt werden kann. Versichere dich daher bitte, dass dein Schlafsystem der Herausforderung gewachsen ist. Bitte denk daran, dass die angegebene Extremtemperatur deines Schlafsacks (gilt auch für Leihschlafsäcke!) nicht bedeutet, dass man in diesem Fall einen guten Schlaf finden wird. Im Gegenteil, es besteht die Gefahr einer Unterkühlung. Du brauchst also eine gute Matte, einen warmen Liner oder „Vapor Barrier Liner“ und einen Biwaksack. Versuch nur dort zu schlafen, wo du nicht zu sehr den Elementen ausgesetzt bist und mache deine Rast nicht in sog. „Cold Spots“ (z.B. Seen oder Flüsse).

SPOT-Geräte

Trackleaders.com hat alle Mietgeräte bestätigt. Wer sein eigenes SPOT bringt, schickt mir bitte die ESN (Serien-Nr) aus dem Batteriefach und die URL der „Shared Link Page“. Außerdem ist wichtig, daß der Tracking-Service aktiviert ist. Trackleaders.com kann dann die Daten einfügen und so kann jeder  diesen SPOTs folgen.

Alle Athleten, die ein SPOT mieten, müssen bitte ihre eigenen Batterien mitbringen. Benötigt werden 4x AAA Energizer Lithium Ultimate (Modell # L-92). SPOTs funktionieren nicht mit herkömmlichen Alkaline-Batterien. Trackleaders empfiehlt außerdem ein Ersatz-Batterie-Set. Ich weiß, diese Batterien sind nicht billig. Aber die Lebensdauer von Lithium-Batterien ist erheblich länger – vor allem bei extremer Kälte. Man kann diese zudem in vielen weiteren Geräten benutzen, wie z.B. Stirnlampen oder in einem GPS.

Trackleaders.com hat angeboten zu jedem Teilnehmer ein Foto hochzuladen. Dann sieht man nicht nur den Namen, sondern noch ein Gesicht dazu. Wenn du das möchtest, schick bitte eine Nahaufnahme von deinem Gesicht mit 150 x 150 pixel per Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Bitte schick ihm deinen kompletten Namen, die Streckenlänge und deine Start-Nummer (= die Nummer auf der Teilnehmerliste).

Anmeldeunterlagen

Es fehlen mir noch ein paar Original-Anmeldeunterlagen. Falls du mir diese noch nicht geschickt hast, nimm sie bitte in den Yukon mit.

SEHR WICHTIG: Ich brauche von allen Teilnehmern die unterschriebene ärztliche Erklärung. Falls du diese noch nicht geschickt hast, bitte auf jeden Fall in den Yukon mitnehmen! Ohne diese Erklärung ist ein Start nicht möglich.

Zeitlicher Ablauf

Falls du den zeitlichen Ablauf in der Rubrik „Renninfos“ noch nicht gesehen hast, hier noch einmal der Überblick:

05.02.15

17:00 - 18:00 Ausgabe der Leihausrüstung und Primus Kocherbenzin/-gas, Coast High Country Inn. Wenn Du nicht zur Ausgabe der Leihausrüstung im Coast High Country Inn sein kannst, hinterlasse mir bitte eine Nachricht im Hotel oder informiere mich vorab und wir vereinbaren einen anderen Zeitpunkt.

06.02.15

12:30 - 15:00 Erster Teil des MYAU Trainingskurses (Indoor), Gold Rush Inn

17:00 - 21:00 Zweiter Teil des MYAU Trainingskurses, Trails bei Whitehorse, Treffpunkt vor dem Coast High Country Inn

07.02.15

08:00 - 09:00 Abschlussbesprechung Trainingskurs, Coast High Country Inn

09:00 - 10:30 Offizielles Trail Briefing und Ausgabe/Briefing SPOT-Geräte, Ausgabe Primus Kocherbenzin/-gas für ALLE Teilnehmer, Coast High Country Inn

11:30 - 14:00 Ausrüstungscheck für alle Teilnehmer, die nicht beim Trainingskurs dabei waren, Abgabe noch nicht eingereichter Formulare, Originale der Anmeldungen, Ausgabe der Karten und Startnummern, Coast High Country Inn

15:00 - 16:00 Briefing für die freiwilligen Helfer, Coast High Country inn

ab 17:00 Dinner für alle Teilnehmer und Helfer, Coast High Country Inn

08.02.15

10:30 Start des Montane Yukon Arctic Ultra 2015, Shipyard's Park, Whitehorse

Hinweis: Der zeitliche Ablauf für Tag 1 des Trainingskurses hat sich etwas geändert. Der Indoor-Teil des Kurses findet zudem jetzt im Gold Rush Inn statt.

Das Primus Kocherbenzin/-gas wird zu verschiedenen Zeitpunkten ausgegeben.

Zustand der Strecke

Es ist noch etwas früh, eine verlässliche Aussage zum Zustand der Strecke zu machen. Die Canadian Rangers, die für den Quest den Trail anlegen, waren letztes Wochenende draußen. Es gibt also bald mehr Infos. Doch schon jetzt kann man sagen, das es wohl schwierige Abschnitte geben wir. Hauptproblem sind einige Flussabschnitte, auf denen sich das Eis „stapelt“ oder es noch zu viele offene Stellen gibt. Neuschnee und Kälte können aber noch einiges ändern.

Sobald ich mehr Input habe, werde ich es an dieser Stelle mitteilen.

Drop Bags

Bei den „Drop Bags“ handelt es sich um die Provianttaschen, die jeder Teilnehmer nach unserem Dinner am 7. Februar abgeben kann. Bis 22:00 Uhr stehen wir dafür im Coast High Country Inn bereit.

Die Drop Bags müssen robust, klar und dauerhaft markiert sein (mit Namen, Startnummer und Checkpoint). Also bitte keine Plastiktüten und keine Markierungen, die aufgrund von Transport oder Kälte abfallen können.

Die Drop Bags werden von uns in einen Anhänger geladen und gestapelt. Bitte also nichts packen, was durch Kälte oder beim Stapeln kaputt gehen kann.

Die Taschen werden nach Gebrauch von uns nicht in den Norden transportiert, sondern bleiben am jeweiligen Checkpoint, bis wir auf einer Tour diese mitnehmen und im Gepäckaufbewahrungsraum des Coast High Country Inn deponieren.

Unsere „Speisekarte“

Die Mahlzeiten an den Checkpoints kommen von verschiedenen Köchinnen und Köchen. In McCabe Creek und Pelly Farm kochen die Gastgeber selbst. Kathy Kruse macht sehr schmackhafte Mahlzeiten und die Gastfreundschaft und die Lasagne in Pelly Farm sind legendär. Ein Grund mehr, es bis dahin zu schaffen!

Für die meisten anderen Checkpoints bekommen wir die Verpflegung vom Deli in Whitehorse – einer deutschen Metzgerei. Insofern muss ich alle Vegetarier vorwarnen ... Fleisch ist in der Regel mit dabei. Folgende Gerichte wird es geben:

Rivendell Farm - Suppe und Sandwiches, Dessert – frisch an dem Morgen zubereitet

Dog Grave Lake - Kartoffel/Schinken/Brokkoli Suppe mit Wienern, Semmel und Dessert

Carmacks - Beef Stroganoff mit Nulden, Brot und Dessert

Pelly #1 – Hühnchenauflauf mit Reis und Gemüse, Dessert

Pelly #2 – Bison-Eintopf, Semmel, Dessert

Scroggie – Hühnchen-Eintopf, Semmel, Dessert

Dawson - Baked Salmon Loin, (nicht sicher, wie man das jetzt richtig übersetzt ...), Reis, Gemüse, Dessert

Die Größe der Portionen beträgt je 470 ml. Wenn du also nur eine kleine Tasse oder Teller hast, kannst du gerne Nachschlag verlangen.

In Braeburn gibt es Essen von der Speisekarte. Mit viel Hunger gibt es wahrscheinlich keinen besseren Ort auf dieser Welt. Burger und Sandwiches sind gigantisch groß. Eine Mahlzeit ist inklusive. Du kannst aber nach einer Mütze Schlaf auf eigene Kosten essen, so viel du möchtest und eine weltrekordverdächtige Zimtrolle mit auf den Weg nehmen.

In Ken Lake wird die Verpflegung eine Überraschung.

An der Takhini Bridge gibt es nur heißes Wasser, Tee und Kaffe für die Marathon-Teilnehmerinnen und –teilnehmer.

Indian River ist ein „Assistance Point“ und es wird heiße Getränke und Wasser geben. Dazu einen warmen Platz für Notfälle. Verpflegung ist nicht eingeplant.

Athleten für Studie gesucht

Dr. Mathias Steinach, der in 2015 zum zweiten Mal beim MYAU dabei sein wird, sucht noch 430-Meilen-Teilnehmer, die gerne bei seiner Studie mitmachen möchten. Mathias arbeitet für das renommierte Zentrum für Weltraummedizin an der Charité Berlin. Schon in 2013 war er beim Rennen dabei und konnte viele Daten sammeln. Mit seiner Rückkehr kann er noch mehr Daten erfassen. So hat er ein noch besseres Fundament für Auswertung und Interpretation. Teilnehmer der Studie helfen Mathias dabei, die Auswirkungen einer extremen Anstrengung auf den menschlichen Körper besser zu verstehen. Gleichzeitig bekommen die Teilnehmer einen Einblick in ihre Daten und Input, der für zukünftige Rennen sehr wertvoll sein kann.

Die Durchführung der Studie vor zwei Jahren hat hervorragend funktioniert. Mathias konnte seine Daten sammeln, ohne den Rhythmus der Athletinnen und Athleten zu unterbrechen. Es sucht noch vier Freiwillige Starter über die 430 Meilen, die nächstes Jahr an der Untersuchung teilnehmen möchten. Bei Interesse schick mir bitte eine kurze Email (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) und ich schicke dir eine Pdf-Datei mit detaillierten Infos.

Ärztliche Erklärung

Ich möchte kurz alle Teilnehmer erinnern, die ärztliche Erklärung nicht zu vergessen. Das ist das Formular in den Anmeldeunterlagen, das ein Arzt unterschreiben muss. Ein Start ohne dieses ausgefüllte und unterschriebene Formular ist nicht möglich. Man kann zwar noch versuchen, diese Angelegenheit vor Ort zu erledigen. So kurz vor dem Rennen wird das aber sehr stressig und kann auch  teuer werden.

Anmeldeformulare

Damit wir in Whitehorse weniger Zeit mit Unterlagenbearbeitung verbringen müssen, bitte ich alle Teilnehmer aus Europa, mir die Originale ALLER Anmeldeunterlagen (inkl. Seite 1 bis 4) per Post an meine Adresse in Garmisch-Partenkirchen zu schicken:  

Robert Pollhammer
Rathausplatz 14
82467 Garmisch-Partenkirchen

Bitte mach vorher noch eine Kopie und nimm diese Kopie mit nach Kanada. Man weiß ja nie.

All Athleten, die nicht in Europa wohnen, können die Unterlagen in Whitehorse abgeben.

Trainingskurs

Bisher haben wir nur sehr wenig Anmeldungen zum Trainingskurs. Deshalb möchte ich daran erinnern, dass der Kurs für Teilnehmer Pflicht ist, die noch keine Erfahrung mit extremer Kälte haben. Wenn du schon bei – 20 Grad oder kälter draußen länger unterwegs warst, z.B. beim Winter-Camping oder einer Tour in Skandinavien, ist das super. Falls du keine Kälteerfahrung hast, melde dich bitte bis 1. Januar per Email zum Trainingskurs an. Denn ich muss das Hotel über den Raumbedarf und das Catering über die Anzahl Teilnehmer informieren.

MYAU Dokumentation im japanischen Fernsehen

Beim MYAU 2015 wird die Japan Broadcasting Corp. (N.H.K.) einen 100-Minuten Dokumentarfilm drehen. Dieser wird Teil einer Serie, die auch weitere, tolle Rennen beinhalten wird.

Um 100 Minuten Film zu füllen, muss man interessante Geschichten erzählen. Deshalb möchte das Produktionsteam schon vor dem Rennen möglichst viele Teilnehmer kennenlernen. Wenn du ein paar Minuten Zeit hast, schicke bitte eine kurze Antwort in englischer Sprache auf die Fragen unterhalb an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Ich leite das dann an das Produktionsteam weiter:

Your Name:

Contact (email) if it is okay for them to contact you:

MYAU experience (past participation):

1) Please tell us about your personal aim in the race?

2) What motivates you to this extreme race?

3) What do your family or friends say about your participation?

4) During the most difficult situation or challenging part, what would emotionally support you to keep going?

Fotografie beim Rennen

Unseren Rennfotografen habe ich ja bereits kurz vorgestellt. Yann Besrest-Butler ist sein Name. Er wird so oft es geht auf der Strecke sein und hoffentlich jede Teilnehmerin und jeden Teilnehmer mindestens einmal vor die Linse bekommen. Yanns Bilder können dann nach dem MYAU gekauft werden. Ein einzelnes Bild kostet GBP 25,00 und 5 Bilder kosten GBP 100,00. Das ist natürlich nur ein Angebot. Du kannst jederzeit Helfer, Guides und auch andere Teilnehmer bitten, ein Foto von dir zu machen.

Wenn du einen Eindruck von Yanns Arbeit bekommen möchtest, schau die bitte seine Website www.yannbb.com an.

 

Primus ist jetzt offizieller Brennstoff-Lieferant für den MYAU

Das schwedische Unternehmen Primus macht seit 1892 Outdoor-Produkte. Diese waren schon bei Expeditionen von Pionieren wie Fridtjof Nansen, Roald Amundsen und Sir Edmund Hillary im Einsatz. Primus ist bekannt für zuverlässige, sichere und innovative Produkte mit denen jedes Outdoor-Abenteuer Spaß macht. Der Fokus liegt dabei auf umweltfreundlichen und leichten Lösungen. Primus Marketing Manager Johan Sollenberg sagt: „Der MYAU ist extrem anspruchsvoll und herausfordernd. Genau dort fühlt Primus sich wohl.“

Kostenlose Gaskartuschen und Kocherbenzin

Natürlich bin ich sehr glücklich, dass eine so bekannte Firma unser Rennen unterstützt. Als offizieller Brennstoff-Lieferant wird Primus unsere Teilnehmer mit kostenlosen Gaskartuschen und Kocherbenzin versorgen. Gaskartuschen? Ja, richtig gehört! Diesen Winter bringen die Schweden ein neuartiges Wintergas auf den Markt. Dessen Geheimnis ist das Vapor Mesh, ein spezielles saugfähiges Papier auf der Innenseite der LPG Kartusche. Es vergrößert die Oberfläche, von der das Flüssiggas verdampfen kann und eignet sich so für niedrigere Temperaturen. Primus WinterGas funktioniert zuverlässig bis –20° Celsius, konventionelle Kartuschen in der Regel nur bis –12° Celsius. Für den MYAU werden Gaskocher zwar nicht empfohlen, aber es gibt immer wieder Teilnehmer, die es doch versuchen und auch gut damit über die Runden kommen. Mit dem WinterGas wird der Temperaturbereich für Gaskocher deutlich erweitert und so können die Teilnehmer zukünftig noch öfter Schnee schmelzen oder eine Mahlzeit zubereiten, ohne dass die Ausrüstung streikt.

Kocher können gemietet werden

Ein weiterer Service, den wir Dank Primus anbieten können, ist die Vermietung von Kochern. Es ist schon eine ziemliche Aufwand einen Benzinkocher und Benzinflaschen so zu reinigen, dass diese nicht mehr nach Benzin riechen. Gelingt es nicht perfekt, kann es vorkommen, dass die Flughafenkontrolle den Kocher beschlagnahmt. Wenn man also keinen Kocher kaufen muss, hat man mit Reinigung und Transport keinen Ärger. Zudem spart man Platz und Gewicht im Gepäck. Wer den Kocher eigentlich nur für das Rennen braucht, spart auch Geld. Wir vermieten den Primus OmniLite Ti. Der ist leicht und hat seine Expeditionstauglichkeit mehr als bewiesen. Das Mietpaket beinhaltet dazu noch einen Primus Eta pot 1.0 l und ein Primus Powerlighter Feuerzeug. Der empfohlene Verkaufspreis dieser Produkte liegt zusammen bei EUR 284,85 (Kocher = EUR 229,95 / Topf = EUR 24,95 / Feuerzeug = EUR 19,95). Die Mietgebühr liegt bei EUR 99,95. Wenn du Interesse an diesem Angebot hast, schick mir bitte eine Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

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Primus OmniLite Ti

Die Ausgabe der Mietkocher, der Kartuschen und des Benzins erfolgt im Coast High Country Inn am 05. Februar von 17:00 bis 18:00 Uhr. Wer zu diesem Zeitpunkt noch nicht da ist, kann die Sachen am 07. Februar beim allgemeinen Ausrüstungscheck abholen. Von 11:30 bis 14:00, ebenfalls im Coast High Country Inn. Auch beim Trainingskurs kann ich Brennstoff und Kocher ausgeben.

Wenn du mehr über Primus und deren Produkte erfahren möchtest, schau dich bitte auf www.primus.eu um.

SPOTs beim MYAU 2015

Auch in 2015 werden wir mit SPOT-Geräten arbeiten. Wie das mit Technologie oft so ist, gibt es dabei Vor- und Nachteile. Insgesamt überwiegen jedoch für uns die Vorteile. Der Hauptgrund für den Einsatz von SPOT ist der sog. „911“-Knopf. Bisher kam dieser bei uns nur einmal zum Einsatz. 911 bedeutet eine absolut und unmittelbar lebensbedrohliche Situation. Das  wiederum heißt, dass der Knopf ansonsten auf KEINEN FALL gedrückt werden darf. Alle Teilnehmer müssen wissen, dass bei einer 911-Rettung, welche von den lokalen Behörden organisiert und durchgeführt wird, erhebliche Kosten entstehen können. Diese müssen vom geretteten Teilnehmer bzw. dessen Versicherung bezahlt werden. Offensichtlich spielt das, in einer Situation bei der es tatsächlich um Leben oder Tod geht, keine große Rolle. Wenn du aber lediglich erschöpft bist, zunächst die Orientierung verloren hast oder sonst irgendein Problem hast, das sich evtl. mit einer guten Rast lösen lässt, solltest du das SPOT nicht benutzen. Hilft ein erholsamer Schlaf nicht, oder du hast eine Verletzung, die einen Abtransport mit einem Schneemobil zulässt, kannst du den „Help“-Knopf drücken. Dieser ist ein Signal für uns, dass wir dir helfen müssen. Du signalisierst uns damit, dass du dein Rennen beenden möchtest, aber keine lebensbedrohliche Situation vorliegt.

Zu den Nachteilen von SPOT gehört, dass Athleten schon den „Help“-Knopf gedrückt haben, obwohl sie eigentlich ohne fremde Hilfe ausgekommen wären. In einigen Fällen wäre die richtige Lösung eine gute Rast und dann z.B. eine Rückkehr zum letzten Checkpoint gewesen. Aber, wenn ein selbständiges Weiterkommen, z.B. aufgrund stark schmerzender Knie nicht möglich ist, helfen wir natürlich gerne. Es ist lediglich wichtig, unnötige Evakuierungen zu vermeiden, damit die Ressourcen für wirklich notwendige Einsätze zur Verfügung stehen.

Ein weiterer Nachteil ist, dass Technologie natürlich versagen kann. Sehr oft ist das bei SPOT der Fall, wenn das Gerät nicht richtig positioniert ist, oder nicht korrekt bedient wird. Aber es ist auch möglich, dass das Gerät schlicht nicht mehr funktioniert. In den meisten Fällen wissen wir trotzdem, wo die Teilnehmer sind und wie es ihnen geht. Denn wir kommunizieren regelmäßig mit den Checkpoints und haben unsere Guides auf dem Trail.

Für das Rennen 2015 beträgt die Mietgebühr (Tracking Service und Set-Up inkl.) EUR 50/Gerät. Wenn du dein eigenes SPOT mitbringst, wird für den Set-up in unserem System eine Gebühr von EUR 20 berechnet. Alle Teilnehmer, die ihr eigenes SPOT mitbringen und mich dazu noch nicht informiert haben, geben mir bitte bis 15. Dezember Bescheid. Wenn ich bis dahin keine Nachricht erhalten habe, gehe ich davon aus, dass du ein Mietgerät benötigst.

Für die 100 Meilen bleibt es voraussichtlich dabei, dass die Benutzung eines SPOT nicht verpflichtend ist. Die endgültige Entscheidung fällt diese Woche. Problem ist hauptsächlich die mangelnde Verfügbarkeit von ausreichend Mietgeräten. Gleichzeitig ist das Teilnehmerfeld noch sehr kompakt und wir haben häufiger Kontakt mit den Athleten. Wer natürlich für die 100 Meilen ein SPOT mieten möchte oder ein eigenes Gerät bringen will, kann das tun. Bitte nur um entsprechende Info.

Evakuierungen und Rettungsaktionen

Hier möchte ich nur kurz erklären, dass Evakuierungen und Rettungsaktionen im Yukon oft anders ablaufen, als man das bei uns gewohnt ist. In erster Linie bedeutet das: es dauert länger. Wenn wir eine „Help“-Message bekommen, oder ein Checkpoint wie Dog Grave Lake oder Ken Lake einen Transport für einen Athleten anfordert, wird nach Dringlichkeit priorisiert. Bekommen wir zeitgleich mehrere Anfragen, wird die wichtigste zuerst erledigt. Für einen weniger dringlichen Fall kann das dann zu langen Wartezeiten führen. Außerdem spielen Uhrzeit und Temperatur eine Rolle. In der Regel vermeiden Einsätze in der Nacht. Wenn du also nachts den „Help“-Knopf drückst, kommt im Normalfall erst in den Morgenstunden Unterstützung. Zum einen brauchen auch die Guide Ruhephasen und zum anderen ist nachts das Unfallrisiko weitaus größer. Mit Scroggie Creek gibt es zudem einen Checkpoint, der für eine Evakuierung per Schneemobil in der Regel nicht mehr infrage kommt. Hier wird dann ein Flugzeug benutzt. Und leider müssen die Kosten dafür vom Teilnehmer getragen werden.

Doch selbst bei lebensbedrohlichen Situationen und Benutzung des „911“-Knopfs kann es Stunden dauern, bis Hilfe kommt. In bestimmten Temperaturbereichen ist es sogar ausgeschlossen, dass Rettungskräfte sich auf den Weg machen. Denn Schneemobile oder Helikopter würden nicht funktionieren. Die Retter würden mit hoher Wahrscheinlichkeit selbst in eine lebensbedrohliche Lage kommen. Deshalb sind Pflichtausrüstung und extra Verpflegung so wichtig. Zudem sollte sich jeder Teilnehmer intensiv mit Wilderness Survival auseinandersetzen und sich überlegen, wie er/sie sich in den jeweiligen Notfallszenarien verhalten würde. Das Bewahren von Ruhe und ein kluger Umgang mit den Ressourcen stehen sicher ganz oben auf der Prioritätenliste.

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  • 19 Februar 2017
    Our final video from the MYAU 2017

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